Die Grundregeln
Wer sein Spielverhalten im Rahmen halten will, kommt mit wenigen Grundsätzen weit – ganz gleich, bei welchem Anbieter gespielt wird:
- Budget vorab festlegen. Bestimmen Sie schon vor der Einzahlung den Betrag, dessen Verlust Sie verkraften – und bleiben Sie dabei.
- Kein fremdes Geld einsetzen. Kredite, Überziehungsrahmen oder Geld, das für Miete und Rechnungen reserviert ist, haben auf einem Spielkonto nichts verloren.
- Verluste stehen lassen. Der Versuch, ein Minus durch höhere Einsätze auszugleichen, vergrößert dieses Minus fast immer.
- Die Uhr im Auge behalten. Planen Sie die Dauer einer Sitzung im Voraus und legen Sie regelmäßig Pausen ein.
- Nur ausgeruht und nüchtern spielen. Alkohol, Erschöpfung und Ärger führen zu Entscheidungen, die man später bereut.
Werkzeuge beim Betreiber
Ordentlich geführte Plattformen stellen Schutzfunktionen bereit. In der Regel sind sie im Konto- oder Sicherheitsbereich hinterlegt:
| Funktion | Was sie bewirkt | Geeignet für |
|---|---|---|
| Einzahlungslimit | Deckelt den Betrag pro Tag, Woche oder Monat | Die Basis – sinnvoll für jeden Spieler |
| Verlustlimit | Beendet das Spiel bei einem festgelegten Nettominus | Wenn das Budget schwerer wiegt als die Spieldauer |
| Sitzungslimit | Deckelt die Zeit am Stück | Wenn Stunden unbemerkt vergehen |
| Realitätscheck | Blendet die bisher gespielte Zeit ein | Als leise Erinnerung mitten im Spiel |
| Spielpause / Selbstsperre | Sperrt den Zugang befristet oder unbefristet | Wenn ein klarer Schnitt nötig ist |
Strengere Limits greifen üblicherweise sofort. Eine Lockerung wird dagegen bewusst verzögert wirksam, damit sie nicht aus einer Laune heraus passiert.
Warnsignale
Aus Unterhaltung ist ein Problem geworden, wenn Ihnen einer der folgenden Punkte bekannt vorkommt:
- Auf dem Spielkonto landet Geld, das eigentlich fest verplant war.
- Sie sprechen gegenüber Familie oder Freunden nicht offen über Umfang und Häufigkeit Ihres Spiels.
- Nach einem Verlust erhöhen Sie die Einsätze, um ihn zurückzuholen.
- Arbeit, Ausbildung, Schlaf oder Beziehungen leiden unter dem Spielen.
- Gedanken ans Spiel lösen Unruhe, Gereiztheit oder Schuldgefühle aus.
- Um das Spiel fortzusetzen, leihen Sie sich Geld bei anderen.
Wo Sie Hilfe bekommen
Erkennen Sie sich in diesen Punkten wieder, sollten Sie nicht abwarten. Ein erster praktischer Schritt sind strenge Einzahlungslimits; reicht das nicht aus, beantragen Sie die Selbstsperre beim Betreiber, die Ihren Zugang für die gewählte Dauer verschließt. In Österreich stehen darüber hinaus Beratungsstellen der Spielsuchthilfe zur Verfügung, die kostenlos und vertraulich beraten, auf Wunsch auch anonym; passende Anlaufstellen vermitteln die Suchtberatungsstellen in Ihrem Bundesland ebenso wie Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt. Häufig ist ein offenes Gespräch mit einer Vertrauensperson über Finanzen und Spielgewohnheiten der schwierigste, zugleich aber wirksamste Anfang.
Minderjährige schützen
Für Personen unter 18 Jahren ist Glücksspiel nicht zulässig. Teilen Sie Computer, Tablet oder Telefon mit Kindern, dann sichern Sie die Geräte mit einer Bildschirmsperre, richten Sie eine Kindersicherung ein und lassen Sie Zugangsdaten zu Spielkonten niemals im Browser gespeichert.
Häufige Fragen
Lässt sich eine Selbstsperre vorzeitig aufheben?
Nein. Eine laufende Sperrfrist wird nicht auf Zuruf beendet – gerade diese Verbindlichkeit macht das Werkzeug wirksam.
Gilt eine Sperre auch bei anderen Anbietern?
Eine beim Betreiber beantragte Sperre wirkt zunächst für dessen eigenes Angebot. Wie weit sie darüber hinaus reicht, hängt vom jeweiligen Anbieter und vom eingesetzten Sperrsystem ab – fragen Sie im Zweifel beim Kundendienst nach.
Bringt ein Wechsel des Spiels oder der Plattform etwas?
Nein. Ausschlaggebend ist das Muster im eigenen Verhalten, nicht die Auswahl an Spielen oder die Adresse der Website.
Glücksspiel ist ausschließlich Erwachsenen ab 18 Jahren erlaubt. Spielen kann abhängig machen – gehen Sie verantwortungsvoll damit um, ein Gewinn lässt sich nie voraussetzen.